Nach 2,5 Wochen ging
unsere Reise per PKW wieder Richtung
Kapstadt.Nächste Station war die malerische, direkt am Ozean gelegene
Stadt Hermanus.
Hermanus gilt mittlerweile als der Ort schlechthin, wo man
am besten die Wale von Land aus beobachten kann. Zwischen Juli und Anfang
Dezember kommen die Wale an die Küste von Hermanus. Ein wohl auf der gesamten
Welt einzigartiger „Wahlbeobachter“ läuft jeden Tag die Küste entlang und bläst
bei Sichtung eines Wales in sein Walhorn, um die Ankunft den Gästen
mitzuteilen. Fotoapparat nicht nur wegen den Walen, sondern auch wegen dem urigen
Typen mitnehmen. Der Wind in Hermanus weht dort sehr konstant und heftig! Wir
hatten während des Aufenthaltes Windstärken zwischen 9-12 Bft!
Übernachtet haben wir in Hermanus im Ocean Eleven (5 Sterne
Landeskategorie) in der Honeymoonersuite (Preis pro Übernachtung/Suite 230€
inkl. Frühstück). Das Ocean liegt direkt an vorderster Reihe der Steilküste.
Atemberaubend ist der Blick vom Balkon auf den indischen Ozean. Sehr zu
empfehlen ist die Mitnahme eines Fernglases. Man kann in der Liege stundenlang auf
das Meer blicken und mit dem Fernglas nach den Walen Ausschau halten. Die Suite
ist geschmackvoll eingerichtet. Highlight neben dem Balkon ist die Badewanne,
mit romantischem Fensterblick auf den Ozean. Das Frühstück hingegen hat leider
keine 5 Sterne verdient. Erwähnenswert ist auch der Aufenthaltsraum mit offenem
Kamin im englischen Landhausstil. Auch das Ocean Eleven können wir bis auf das
Frühstück sehr empfehlen.
In folgenden Restaurants haben wir gespeist, und können diese
empfehlen:
-
Fishermans Cottage: inmitten von Hermanus, ca.
100 Meter zur Waterfront liegt das Cottage aus dem Jahr 1860. Klein, aber
urgemütlich mit sehr leckeren Fischspeisen und Meeresfrüchten. Preis ab 5€
aufwärts.
-
Burgundy Restaurant: direkt an der Waterfront
gelegen, aus dem Jahr 1875. Eines der angesagtesten Speiselokale in Hermanus.
Ohne Reservierung geht dort gar nichts. Sehr zu empfehlen ist die Fischplatte.
Besonderes Lob hat auch das Angebot von vegetarischen Gerichten verdient.
Preise je Mahlzeit ab 10€ aufwärts.
Nach unserem Aufenthalt in Hermanus fuhren wir von der N2 ausgehend
auf die Küstenstraße Richtung Kapstadt weiter.
Neben den Bergkulissen haben uns die Weinberge vor Kapstadt
doch sehr beeindruckt. Die Küstenstraße ist bis zu dem Weinanbaugebiet in einem
hervorragenden Zustand. Im Weingebiet selbst bestand der Asphalt aus staubiger,
roter Erde. Dies veranlasste uns dann sehr langsam zu fahren, was im Nachhinein
betrachtet genial war, da wir die großen Weinhöfe sehr bewusst wahrnehmen und
bestaunen konnten. Bei unserem nächsten Afrika-Aufenthalt werden wir auf alle
Fälle die Weinverkostung in einem bzw. zwei Höfen vornehmen.
In Kapstadt, unserem Reiseendziel angekommen, stöberten wir
in unserem Greenwood Guide und unserem Lonely Planet nach einer Unterkunft. Wir
haben uns schlussendlich für das Platinum Guesthouse von Nina Trost aus
Neumünster entschieden (Preis pro Übernachtung 180€), und sind dort auch
herzlich empfangen worden. Da das Guesthouse sich inmitten eines Berges
befindet, ist die steile Hofeinfahrt sehr Gewöhnungsbedürftig. Das sehr modern
eingerichtete Guesthouse liegt inmitten der Hout Bay auf einem Berg, mit Blick
auf die Townships, und rechter Hand auf das Meer. Die Appartements sind mit Blick auf dem
Swimmingpool ebenerdig ausgerichtet. Aufgrund der Wärme und der fehlenden
Aircondition mußten wir die Balkontür während der Nacht zwecks Luftzug offen
lassen. Dies war sehr unangenehm, da die Anlage, wie wir am Ankunftstag von
anderen deutschen Gästen erfuhren, im Februar überfallen wurde. Bezeichnender
Weise gingen in unmittelbarer Nähe sowohl am Tag als auch in der Nacht immer
wieder Alarmanlagen an. Das Frühstück war sehr reichhaltig und lecker.
Kapstadt selbst haben wir als nervenaufreibend, im ständigen
Umbruch und als sehr hektisch empfunden. Bei unserem nächsten
Südafrikaaufenthalt im kommenden November 2011 werden wir, soweit möglich,
Kapstadt meiden, und diese Stadt lediglich als An- und Abflugziel nutzen.